Heizkörperthermostat
9 Produkte — sortiert nach Beliebtheit
Ein smartes Heizkörperthermostat ersetzt den Drehregler mit den Zahlen 1 bis 5. Danach entscheidet nicht mehr eine Stufe, sondern eine Uhrzeit und eine Temperatur. Auf dieser Seite stehen die Geräte, die wir führen. Darunter steht, was vorher zu klären ist: welches Ventil du hast, wie viele Thermostate du brauchst und in welchen Fällen sich der Kauf nicht lohnt.
Thermostatventil: was du abschraubst und was bleibt
An jedem Heizkörper sitzt ein Ventil. Darauf steckt der Kopf mit den Zahlen. Der Kopf ist kein Schalter für die Heizleistung, sondern ein Temperaturwähler: Stufe 3 heißt ungefähr 20 Grad. Innen sitzt ein Dehnstoffelement, das sich bei Wärme ausdehnt und den Ventilstift hineindrückt.
Ein smartes Thermostat ersetzt genau diesen Kopf. Der Ventilstift und alles darunter bleiben, wo sie sind. Statt des Dehnstoffs schiebt ein kleiner Motor, und wann er das tut, entscheidet ein Zeitplan. Deshalb ist der Wechsel auch Mietersache: Du greifst nicht in die Heizungsanlage ein.
Welches Gewinde habe ich?

Die meisten Heizkörper in Deutschland haben ein Ventil mit M30 × 1,5. Darauf passen praktisch alle Thermostate im Handel. Daneben gibt es ältere Bauarten, vor allem von Danfoss: RA, RAV und RAVL. Für die liegen bei den meisten Geräten Adapter bei.
So findest du es heraus: Alten Kopf ganz aufdrehen, Überwurfmutter lösen, abziehen. Auf dem Ventilkörper darunter steht meist der Hersteller. Ist die Mutter sechseckig und aus Messing, ist es in aller Regel M30 × 1,5. Ein Messschieber über den Außendurchmesser des Gewindes bestätigt es: 30 Millimeter.
Smart Thermostat mit WLAN oder mit Bridge?
Das ist die Frage, an der die Kaufentscheidung hängt, und sie wird beim Kauf selten klar gestellt.
| Direkt im WLAN | Über eine Bridge | |
|---|---|---|
| Zusätzliches Gerät | keins | Bridge plus Steckdose |
| Einrichtung | Router-Passwort eingeben, fertig | Bridge anschließen, dann koppeln |
| Batterielaufzeit | kürzer, WLAN funkt stromhungrig | länger, sparsamer Funk |
| Reichweite im Altbau | hängt am Router | meist besser |
| Lohnt sich ab | ein bis drei Heizkörper | etwa vier Heizkörpern |
Und Matter? Matter ist kein Funkweg, sondern eine gemeinsame Sprache. Ein Matter-Thermostat lässt sich in Apple Home, Google Home oder Alexa einbinden, ohne an die App des Herstellers gebunden zu sein. Eine Zentrale brauchst du trotzdem — das kann ein vorhandener Lautsprecher sein.
Wie viele brauche ich?
Eines je Heizkörper, den du einzeln steuern willst. In einem Raum mit zwei Heizkörpern genügt oft eines am größeren, wenn das zweite dauerhaft halb offen bleibt.
Die übliche Reihenfolge, wenn nicht alles auf einmal sein soll: zuerst Wohnzimmer und Schlafzimmer, weil dort die größten Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sinnvoll sind. Dann das Bad, wo morgens kurz mehr gebraucht wird. Zuletzt Räume, die ohnehin selten geheizt werden.
Der Zeitplan ist der ganze Nutzen

Alle Zusatzfunktionen zusammen bringen weniger als der Zeitplan. Er ist auch das Einzige, was du am Anfang wirklich einrichten musst.
Üblich sind drei bis vier Blöcke am Tag: morgens warm, tagsüber abgesenkt, abends warm, nachts abgesenkt. Als Anhaltspunkt: 20 bis 21 Grad, wenn jemand im Raum ist, 17 Grad nachts und bei Abwesenheit, 16 Grad im Schlafzimmer. Unter 16 Grad sollte es in bewohnten Räumen nicht fallen, sonst wird Schimmel an Außenwänden zum Thema.
Eine Funktion wird regelmäßig missverstanden: Dreht man am Gerät oder stellt in der App eine andere Temperatur ein, gilt sie bis zum nächsten Planwechsel und wird dann wieder überschrieben. Das ist Absicht — sonst müsste man jede Abweichung von Hand zurücknehmen.
Was du am Anfang nicht brauchst: Anwesenheitserkennung, Wetterkopplung, Automatisierungen über mehrere Geräte. Das sind Zugaben, und einige davon laufen bei manchen Herstellern nur im Abo.
Was es bringt, und wo es nichts bringt
Ein Grad weniger Raumtemperatur spart rund 6 Prozent Heizenergie. Wer nachts und bei Abwesenheit absenkt, kommt laut Verbraucherzentrale auf bis zu 8 Prozent im Jahr.
Denselben Effekt bekommst du von Hand. Wer jeden Abend durch die Wohnung geht und jeden Regler herunterdreht und morgens wieder hoch, spart genauso viel. Nur macht das niemand über einen ganzen Winter. Das Gerät verkauft Verlässlichkeit, nicht Physik.
Drei Fälle, in denen es wenig bringt: Eine Wohnung, die durchgehend bewohnt und gleichmäßig temperiert ist — da bleibt nichts zum Absenken. Eine Fußbodenheizung, weil dort gar kein Heizkörperventil sitzt. Und ein Raum, der auch bei voll offenem Ventil nicht warm wird: Dann liegt es am Heizkörper, am hydraulischen Abgleich oder an der Vorlauftemperatur. Ein Thermostat regelt, es heizt nicht stärker.
Häufige Fragen
Darf ich das als Mieter anbauen?
Passt das auf mein Ventil?
Brauche ich Werkzeug?
Wie lange halten die Batterien?
Funktioniert es ohne Internet?
Weitere Fragen anzeigen (5)
Geht das mit einer Fußbodenheizung?
Warum klickt das Thermostat manchmal?
Kann ich verschiedene Marken mischen?
Was ist die Fenster-offen-Erkennung?
Lohnt sich das bei einer einzigen Wohnung mit drei Heizkörpern?
Vier Modelle mit Preis, Bewertung und Bridge-Bedarf vergleichen wir im Ratgeber Smarter Thermostat für deine Heizung. Für Räume ohne Heizkörper stehen die Elektroheizungen bereit, und die Übersicht über alles Vernetzte findest du unter Sicherheit und Smart Home.
Was unsere Nutzer sagen
Bewertungen zu Heizkörperthermostat von verifizierten Käufern