Smarte Wassermelder
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Ein Wassermelder kostet zwischen 20 und 40 Euro und meldet sich, bevor aus einem tropfenden Anschluss ein Schaden wird. Auf dieser Seite stehen die Geräte, die wir dazu führen. Was darunter steht, ist der Teil, den die Produktseiten meist weglassen: wohin so ein Melder gehört, was im Alarmfall tatsächlich passiert und woran du vor dem Kauf erkennst, ob ein Modell zu deiner Wohnung passt.

Wie ein Wassermelder funktioniert, und warum zwei Kontakte genügen
An der Unterseite jedes Melders sitzen zwei Metallkontakte, ein bis zwei Millimeter über dem Boden. Leitungswasser leitet Strom, destilliertes nicht — und alles, was aus einer Waschmaschine, einem Siphon oder einer Heizung kommt, ist Leitungswasser. Sobald ein Wasserfilm beide Kontakte verbindet, fließt ein winziger Strom, und genau das löst den Alarm aus.
Mehr Technik steckt im Messteil nicht. Der Aufwand liegt woanders: darin, dass das Gerät zwei Jahre mit einer Batterie auskommt, dass es laut genug ist, und dass die Meldung auch dort ankommt, wo gerade niemand steht.
Wohin ein Wassermelder gehört

Die Reihenfolge ergibt sich aus der Schadenhäufigkeit, nicht aus der Raumgröße. Ein Melder deckt jeweils die Stelle ab, an der er liegt — er überwacht keinen Raum, sondern einen Punkt.
- Unter der Waschmaschine und dem Trockner. Der häufigste Fall überhaupt: Der Ablaufschlauch rutscht, die Dichtung am Zulauf altert, die Pumpe läuft über. Der Melder gehört an den tiefsten Punkt daneben, nicht dahinter an die Wand.
- Unter der Spüle. Siphon, Eckventil, Anschluss der Spülmaschine — drei Verbindungen auf engem Raum, alle im Schrank und deshalb wochenlang unbemerkt.
- Neben dem Warmwasserspeicher oder der Therme. Hier fällt ein Defekt am spätesten auf, weil niemand regelmäßig hinsieht.
- Im Keller neben der Wasseruhr und am Bodenabfluss. Auch gegen Wasser von außen, etwa bei Rückstau nach Starkregen.
- Hinter der Toilette und unter der Badewanne, wenn dort Anschlüsse verdeckt liegen.
Zwei Dinge, die dabei oft falsch gemacht werden. Der Melder liegt auf einer Fliese, die höher ist als der Rest — dann sammelt sich das Wasser woanders. Und er steht auf einem Teppichrest oder einer Matte, die das Wasser aufsaugt, bevor es die Kontakte erreicht.
Ein Wassermelder mit WLAN meldet auch dann, wenn niemand zu Hause ist
Das ist der einzige Unterschied, der im Ernstfall zählt. Ein Melder ohne Funk piept, wo er liegt. Steht er im Keller und du bist auf Arbeit, piept er vier Stunden lang in einen leeren Raum.
Bei den vernetzten Geräten gibt es zwei Bauarten, und der Unterschied wird beim Kauf selten klar gestellt:
Direkt im WLAN. Der Melder meldet sich am Router an wie ein Telefon. Kein Zusatzgerät, sofort startklar. Der Preis dafür ist die Batterie: WLAN-Funk kostet mehr Strom, rechne mit einem Jahr statt zwei.
Über einen Hub. Die Melder funken sparsam zu einem kleinen Kasten am Router, und nur der spricht mit dem Internet. Ein Gerät und eine Steckdose mehr, dafür hält die Batterie länger und die Reichweite in den Keller ist besser. Ab drei Meldern lohnt es sich fast immer.
Und eine Einschränkung, die zu beiden gehört: Fällt der Strom aus, fällt auch der Router aus. Die Melder laufen auf Batterie weiter und sirenen vor Ort, aber die Meldung aufs Telefon bleibt aus.
Worauf du beim Kauf achtest
Fünf Angaben entscheiden, alles andere ist Ausstattung.
| Angabe | Worauf es ankommt | Üblicher Wert |
|---|---|---|
| Lautstärke | Muss durch eine geschlossene Tür zu hören sein | 90 bis 110 dB |
| Meldung aufs Telefon | Der eigentliche Grund für ein vernetztes Gerät | per WLAN oder Hub |
| Batterielaufzeit | Je länger, desto seltener denkst du daran | 1 bis 2 Jahre |
| Schutzart | Der Melder steht im Wasser, wenn er auslöst | IP65 oder höher |
| Batteriewarnung | Ohne sie merkst du das Ende erst im Ernstfall | App oder Piepton |
Was ein Wasserschaden kostet
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft zählt rund eine Million Leitungswasserschäden im Jahr. Die durchschnittliche Schadensumme liegt im vierstelligen Bereich, und der größere Teil davon entsteht nicht durch das Wasser selbst, sondern durch das Trocknen: Estrich aufspüren, Geräte aufstellen, wochenlang lüften, danach Boden und Wand wieder herrichten.
Deshalb rechnet sich ein Melder nicht über den Wasserpreis, sondern über die Zeit. Zwei Stunden früher bemerkt heißt oft: Wischlappen statt Bautrockner.
Zur Versicherung, ohne Rechtsberatung: Eine Hausratversicherung deckt in der Regel Leitungswasserschäden, aber sie erwartet, dass du den Schaden nicht größer werden lässt als nötig. Wer monatelang nicht nachsieht, bekommt Diskussionen. Was im Einzelfall gilt, steht in deinem Vertrag, nicht hier.
Häufige Fragen
Wie viele Wassermelder brauche ich?
Funktioniert ein Wassermelder ohne Internet?
Wie lange hält die Batterie?
Kann ich den Melder in die Dusche legen?
Was bedeutet IP65?
Weitere Fragen anzeigen (5)
Brauche ich einen Hub?
Was passiert, wenn der Melder auslöst und ich nicht reagiere?
Darf ich das als Mieter anbringen?
Erkennt der Melder auch Feuchtigkeit in der Wand?
Wie teste ich, ob er noch funktioniert?
Ausführlich verglichen haben wir vier Modelle im Ratgeber Smarte Wassermelder kaufen. Wer die Heizung gleich mitdenkt, findet unter Heizkörperthermostat die passenden Geräte, und die Übersicht über alles Vernetzte steht unter Sicherheit und Smart Home.