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Hand setzt ein weisses smartes Heizkoerperthermostat auf das Ventil eines Heizkoerpers

Smarter Thermostat für Deine Heizung: warum Du dringend welche brauchst

Kurz vorweg: Ein smartes Heizkörperthermostat schraubst du anstelle des alten Drehreglers auf das Ventil. Danach entscheidet nicht mehr die Zahl 1 bis 5, sondern eine Uhrzeit und eine Temperatur, und beides stellst du am Telefon. Wer nachts und bei Abwesenheit absenkt, spart Heizenergie — die Verbraucherzentrale nennt bis zu 8 Prozent. Welches der vier Modelle zu deiner Wohnung passt, hängt an einer einzigen Frage, und die steht weiter unten.

Inhalt

Die vier Modelle im Vergleich

 ModellBridge nötig?BewertungPreis 
tado° Smartes Heizkörperthermostat Xtado° Smartes Heizkörperthermostat X
Starter Kit mit Bridge, Matter, Thermostat einzeln nachrüstbar
Bridge im Set4,3 von 5
3.683 Bewertungen
154,99 €ansehen *
Bosch Smart Home Heizkörperthermostat IIBosch Smart Home Heizkörperthermostat II
Matter-kompatibel, läuft im Bosch-System oder herstellerübergreifend
Matter-Zentrale4,2 von 5
160 Bewertungen
65,55 €ansehen *
DEWENWILS Smartes Heizkörperthermostat WiFiDEWENWILS Smartes Heizkörperthermostat WiFi
geht direkt ins WLAN, kein Gateway und keine zweite Steckdose nötig
keine4,2 von 5
489 Bewertungen
28,49 €ansehen *
SONOFF Heizkörperthermostat TRVZBSONOFF Heizkörperthermostat TRVZB
Zigbee, braucht einen Hub, läuft mit Alexa und Home Assistant
Zigbee-3.0-Hub4,1 von 5
583 Bewertungen
28,19 €ansehen *

Preise und Bewertungen vom 29.09.2026, direkt von den Amazon-Produktseiten. Beides ändert sich laufend, der Stand dort gilt.

Thermostatventil: was da eigentlich sitzt

An jedem Heizkörper sitzt ein Ventil, und darauf steckt der Drehregler mit den Zahlen 1 bis 5. Der Regler ist kein Schalter für die Heizleistung, sondern ein Temperaturwähler: Stufe 3 heißt ungefähr 20 Grad Raumtemperatur. Innen sitzt ein Dehnstoffelement, das sich bei Wärme ausdehnt und das Ventil zudrückt.

Ein smartes Thermostatventil ersetzt genau diesen Kopf. Der Ventilstift darunter bleibt, wo er ist. Statt des Dehnstoffs schiebt ein kleiner Motor den Stift, und wann er das tut, entscheidet ein Zeitplan. Deshalb ist der Einbau auch Mietersache und kein Eingriff in die Heizungsanlage: Du drehst den alten Kopf ab und den neuen drauf.

Smarter Thermostat für die Heizung: warum das etwas bringt

Die Rechnung ist unspektakulär und genau deshalb belastbar. Ein Grad weniger Raumtemperatur spart rund 6 Prozent Heizenergie. Wer nachts von 21 auf 17 Grad absenkt und tagsüber bei leerer Wohnung ebenso, kommt auf mehrere Stunden abgesenkter Temperatur am Tag. Die Verbraucherzentrale nennt dafür eine Ersparnis von bis zu 8 Prozent.

Schnittzeichnung eines smarten Heizkörperthermostats mit Batteriefach, Motor, Sensor und Stellstift
Schematischer Schnitt. Die Prozentwerte stammen von der Verbraucherzentrale.

Den gleichen Effekt bekommst du von Hand. Wer jeden Abend durch die Wohnung geht und jeden Regler herunterdreht und morgens wieder hoch, spart genauso viel. Nur macht das niemand über einen ganzen Winter. Das Gerät verkauft dir keine Physik, sondern Verlässlichkeit.

Wo es wenig bringt: In einer Wohnung, die ohnehin durchgehend bewohnt und gleichmäßig temperiert ist, bleibt wenig zum Absenken übrig. Und bei einer Fußbodenheizung sitzt gar kein Heizkörperventil, da braucht es eine andere Lösung.

Heizkörperthermostate: die Vorteile von smarten Thermostaten

Der Zeitplan, den niemand vergisst. Der größte Punkt, siehe oben. Einmal eingerichtet, läuft er den ganzen Winter.

Jeder Raum bekommt seine eigene Temperatur. Schlafzimmer 17 Grad, Bad morgens 22, Wohnzimmer abends 21. Mit Drehreglern müsste man das täglich nachstellen.

Das offene Fenster. Fällt die Temperatur schnell ab, schließen die meisten Modelle das Ventil und heizen nicht gegen die Straße. Das erkennt das Thermostat selbst, ohne Fensterkontakt.

Der Blick von unterwegs. Wer für eine Woche wegfährt, senkt alles ab und dreht am Anreisetag wieder hoch. Das ist der Punkt, an dem WLAN oder Bridge Pflicht wird — ohne Verbindung nach außen geht es nicht.

Und was sie nicht können: Eine zu kleine Heizung größer machen. Wird ein Raum auch bei voll geöffnetem Ventil nicht warm, liegt es am Heizkörper, am hydraulischen Abgleich oder an der Vorlauftemperatur. Ein Thermostat regelt nur, es heizt nicht stärker.

Smart Thermostat mit WLAN oder mit Bridge?

Das ist die Frage, an der die Kaufentscheidung hängt, und sie wird selten klar gestellt.

Direkt ins WLAN. Das Thermostat meldet sich am Router an wie ein Telefon. Kein Zusatzgerät, keine freie Steckdose, sofort startklar. Der Preis dafür ist der Stromverbrauch: WLAN-Funk kostet Batterie, und bei vielen Geräten wird das WLAN voller. Für ein bis drei Heizkörper ist das der einfachste Weg. In dieser Auswahl macht das der DEWENWILS.

Über eine Bridge. Die Thermostate funken auf einem sparsamen Funkweg zu einem kleinen Kasten am Router, und nur der spricht mit dem Internet. Das kostet ein Gerät und eine Steckdose mehr, dafür halten die Batterien länger und die Verbindung ist stabiler. Ab etwa vier Heizkörpern lohnt es sich. tado° liefert die Bridge im Starter Kit mit, SONOFF braucht einen Zigbee-Hub, den du separat kaufst.

Und Matter? Matter ist kein Funkweg, sondern eine gemeinsame Sprache. Ein Matter-Gerät wie das Bosch-Thermostat lässt sich in Apple Home, Google Home oder Alexa einbinden, ohne dass du an die App des Herstellers gebunden bist. Eine Zentrale brauchst du trotzdem, das kann ein HomePod, ein Echo oder ein Google-Lautsprecher sein.

Wie man die App bedient, in fünf Minuten erklärt

Die Apps unterscheiden sich im Aussehen, nicht im Ablauf. Wer einen Zeitplan in der einen anlegen kann, kann es in allen.

  1. Gerät anlegen. App öffnen, Thermostat hinzufügen, Batterien einlegen. Das Gerät meldet sich, du wählst dein WLAN oder die Bridge und gibst das Passwort ein.
  2. Raum benennen. „Wohnzimmer“ statt „Thermostat 1“. Klingt nebensächlich, entscheidet aber darüber, ob die Sprachsteuerung später versteht, was du meinst.
  3. Zeitplan setzen. Hier liegt der ganze Nutzen. Üblich sind drei bis vier Blöcke am Tag: morgens warm, tagsüber abgesenkt, abends warm, nachts abgesenkt. Die meisten Apps bringen einen Vorschlag mit, den du nur noch verschiebst.
  4. Abweichen, ohne den Plan zu zerstören. Dreht man am Gerät oder tippt in der App eine andere Temperatur, gilt sie bis zum nächsten Planwechsel. Danach übernimmt wieder der Zeitplan. Das ist die Funktion, die am häufigsten missverstanden wird.
  5. Urlaub. Ein Modus, der alles auf eine feste Temperatur setzt, bis du ihn beendest. Sechzehn Grad reichen gegen Frost und Schimmel.

Was du nicht brauchst, um anzufangen: Automatisierungen, Anwesenheitserkennung, Wetterkopplung. Das sind Zugaben. Der Zeitplan macht den Unterschied.

Die vier Modelle einzeln

tado° Smartes Heizkörperthermostat X – Starter Kit – wenn es die ganze Wohnung werden soll

tado° Smartes Heizkörperthermostat X – Starter Kit

154,99 € · 4,3 von 5 Sternen aus 3.683 Bewertungen bei Amazon

Das Starter Kit bringt ein Thermostat und die Bridge mit. Die Bridge ist der Grund für den Preis und zugleich das Argument: Jedes weitere Thermostat kauft man einzeln dazu und meldet es an derselben Bridge an. Bei sechs Heizkörpern ist tado° damit nicht mehr teuer.

Mit 3.683 Bewertungen ist es das mit Abstand meistbewertete Gerät hier. Das X ist die Matter-Generation, lässt sich also auch in Apple Home oder Google Home einbinden.

Dafür: größte Nutzerbasis, sauber erweiterbar, Bridge liegt bei
Dagegen: höchster Einstiegspreis, einige Zusatzfunktionen laufen nur im Abo

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Bosch Smart Home Heizkörperthermostat II – die Wahl ohne Herstellerbindung

Bosch Smart Home Heizkörperthermostat II

65,55 € · 4,2 von 5 Sternen aus 160 Bewertungen bei Amazon

Das [+M] im Namen steht für Matter. Damit läuft das Thermostat entweder im Bosch-System oder in einem fremden — Apple Home, Google Home, Alexa. Wer sich nicht auf eine App festlegen will, fährt damit am freiesten.

Eine Zentrale brauchst du trotzdem, das kann ein vorhandener Lautsprecher sein. Die 160 Bewertungen sind wenig, das Gerät ist neu.

Dafür: herstellerübergreifend über Matter, solide Verarbeitung
Dagegen: wenige Bewertungen, Zentrale nötig

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DEWENWILS Smartes Heizkörperthermostat WiFi – der kürzeste Weg

DEWENWILS Smartes Heizkörperthermostat WiFi

28,49 € · 4,2 von 5 Sternen aus 489 Bewertungen bei Amazon

Kein Gateway, keine Bridge, kein Hub. Das Thermostat geht direkt ins WLAN, und nach dem Aufschrauben steht die Verbindung. Für ein bis drei Heizkörper ist das die einfachste Lösung im Feld, und mit 28,49 Euro zugleich fast die günstigste.

Der Preis dafür ist der Batterieverbrauch: WLAN funkt stromhungriger als Zigbee. Rechne mit einem Wechsel pro Heizsaison.

Dafür: sofort startklar, kein Zusatzgerät, niedriger Preis
Dagegen: höherer Batterieverbrauch, belastet das WLAN bei vielen Geräten

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SONOFF Heizkörperthermostat TRVZB – für alle, die schon Zigbee haben

SONOFF Heizkörperthermostat TRVZB

28,19 € · 4,1 von 5 Sternen aus 583 Bewertungen bei Amazon

Der TRVZB ist ein reines Zigbee-Gerät und braucht einen Hub nach Standard 3.0. Wer schon einen hat, etwa über Home Assistant, bekommt hier das günstigste Thermostat im Vergleich und muss nichts weiter kaufen.

Wer keinen hat, rechnet den Hub dazu — dann ist es nicht mehr das günstigste. Dafür hält die Batterie deutlich länger als bei WLAN-Geräten.

Dafür: niedrigster Preis, sparsamer Funk, offen für Home Assistant
Dagegen: ohne vorhandenen Zigbee-Hub nicht nutzbar

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Montage: passt das auf mein Ventil?

Die meisten Heizkörper in Deutschland haben ein Ventil mit M30-x-1,5-Gewinde. Alle vier Modelle passen darauf, und bei dreien liegen Adapter für ältere Bauarten bei, etwa Danfoss RA, RAV und RAVL.

Der Wechsel dauert fünf Minuten und braucht kein Werkzeug: Alten Kopf ganz aufdrehen, Überwurfmutter lösen, abziehen, neuen aufsetzen, handfest anziehen. Das Thermostat fährt danach einmal selbständig zu und auf, um den Stellweg zu messen.

Zwei Fälle, in denen es nicht passt: Bei einer Fußbodenheizung gibt es kein Heizkörperventil. Und in vielen Mietwohnungen sitzen Ventile mit Herstellergewinde, für die es zwar Adapter gibt, aber nicht immer den passenden. Vor dem Kauf einmal den alten Kopf abdrehen und nachsehen, was darunter steht.

Heizlösungen für Zuhause: was noch dazugehört

Ein Thermostat regelt, was die Heizung liefert. Wenn zu wenig ankommt, hilft es nicht weiter. Drei Dinge, die oft mehr bringen als das nächste Gerät: den Heizkörper entlüften, wenn er oben kalt bleibt; die Heizkurve prüfen lassen; und in Räumen ohne Heizkörper eine mobile Lösung wählen.

Für den letzten Fall stehen bei uns die Elektroheizungen, von Infrarot-Tischgeräten bis zum Keramik-Heizlüfter für die Werkstatt. Die Thermostate selbst findest du gesammelt unter Heizkörperthermostat, das gehört zum Bereich Sicherheit und Smart Home.

Häufige Fragen

Darf ich das als Mieter überhaupt anbauen?
Ja. Du tauschst nur den Thermostatkopf, nicht das Ventil und nicht die Heizungsanlage. Heb den alten Kopf auf und schraub ihn beim Auszug wieder drauf, dann ist der Zustand wiederhergestellt.
Wie lange halten die Batterien?
Bei Zigbee- und Bridge-Geräten meist eine bis zwei Heizsaisons, bei Geräten mit direktem WLAN eher eine. Alle vier Modelle melden den Stand in der App, bevor sie stehenbleiben.
Brauche ich für jeden Heizkörper eins?
Für jeden, den du einzeln steuern willst. In einem Raum mit zwei Heizkörpern genügt oft eines am größeren, wenn das zweite dauerhaft halb offen bleibt.
Funktioniert das auch ohne Internet?
Der Zeitplan läuft im Gerät weiter, auch wenn der Router aus ist. Was ohne Verbindung nicht geht: von unterwegs umstellen und die App nutzen.
Geht das auch mit einer Fußbodenheizung?
Nein. Dort sitzt kein Heizkörperventil, sondern ein Verteiler mit Stellantrieben. Dafür gibt es eigene Systeme, die an den Verteiler kommen.
Was kostet ein smartes Heizkörperthermostat?
In diesem Vergleich 28 bis 155 Euro. Einzelne Thermostate ohne Bridge beginnen bei knapp 28 Euro, ein Starter Kit mit Bridge liegt bei 155. Wer mehrere Heizkörper ausstattet, rechnet den Preis je Thermostat plus einmalig die Bridge.

Kurzes Fazit

Ein bis drei Heizkörper und kein Smart Home im Haus: DEWENWILS, 28,49 Euro, fertig. Die ganze Wohnung und Lust auf ein System: das tado° Starter Kit und danach einzelne Thermostate dazu. Schon eine Matter-Zentrale da: Bosch. Schon ein Zigbee-Hub da: SONOFF, das Günstigste im Feld.


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